ANTE PERRY

Manche Künstler bedürfen in ihrer Beschreibung nur einiger weniger Stichworte und dem Gegenüber ist sofort klar von wem die Rede ist. Der Inhaber dieser Biografie zählt definitiv zu dieser Spezies von Künstlern. Er polarisiert in gleich vielerlei Hinsicht - mit seinem Auftreten, seinen kompromisslos rockenden DJ-Sets, seinen eigenen Events, multifunktionellen Produktionen und dem Spaß an seinem hedonistischen Künstlerleben, den er gern mit jedem teilt, der auf einer ähnlichen Humorfrequenz sendet, wie er. Wir haben es hier also mit einem waschechten Workaholic der Musikszene zu tun, der anhand von einer Handvoll in den Raum geworfenen Stichworte wie „Flashing Disco Sounds", „Dortmund", „Diskobär", „apeoffice", „Moonbootique", „Systematic" und „Ante TV" von jedem Anhänger elektronischer Clubmusik dies und jenseits des Rheins sofort als der Rocker vom Dienst Ante Perry entlarvt ist.

Flashing Disco Sounds sind Programm bei Ante Perry. Deshalb dienen sie ihm nicht nur als Etikette seiner Musik, sondern sie stehen als Titel darüber hinaus auch gleich noch Pate für eine seiner erfolgreichsten Eventreihen, eine Doppel Mix-CD sowie eine damit einhergehende E.P. mit eigenen Tracks. Als DJ ist Ante wohl das, was man im Volksmund eine „sichere Bank" bezeichnet. Egal wo er mit seinen eklektischen Sets aufspielt, er weiß sich den Gegebenheiten jeder Party wie ein Chamäleon anzupassen und dabei trotz allem seine persönliche Handschrift zu wahren, ungeachtet dessen ob er Deep House oder Techno orientierte Floors oder Big Rooms bedient.


Dortmund ist der Geburtsort und die Kommandozentrale des Heimatverbundenen Ruhrpott Romantikers. Wenn jemand in den letzten Jahren dazu beigetragen hat, dass Dortmund im internationalen Szenegespräch zu einem Begriff geworden ist, dann Dortmunds Tausendsassa Ante.

Diskobär ist ein Kosename, den längst nicht mehr nur seine engsten Freunde für ihn haben. Ihn stört das nicht, im Gegenteil. Er scheint die ihm verpasste Rolle zumindest so originell zu finden, dass ihr gleich ein fester Platz in dieser Biografie zuteil wird. Und das obwohl er damit wohl der einzige Diskobär ist, der einen umtriebigen Affenstall betreibt.

apeoffice nennt sich besagte Agentur, die mit ihren Events in vielen Teilen Deutschlands ihre Duftmarke hinterlässt. Getreu ihres Mottos „Wir können nicht nur feiern, wir kriegen das auch organisiert" hat das apeoffice mit affenstarken Events und Flashing Disco Sounds wie Erste Liga, Heimspiel im Stadion, AEEW, Zuckerbrot und Peitsche, Home14, Electronic Nation und nicht zu vergessen der Mixery Love Sensation zur Loveparade 2008 gezeigt, dass übermäßiger Bananenkonsum gepaart mit Spaß an der Arbeit, Liebe zur Musik und Freude am Event eine sichere Formel für volle Häuser und ekstatische Crowds sind.

Moonbootique, das Label des Moonbootica Duos, dient Ante als Label-Homebase für seine Produktionen, die meist in Kooperation mit seinen brothers in crime Tube & Berger oder Kolombo entstehen. Aber auch auf Marc Romboys Systematic Label finden sich nicht wenige erfolgreiche Releases wieder. Tracks wie „Beach Power", „Der Urknall" und das von Kabale und Liebe geremixte „1234" haben ihm einen festen Platz in den Playlists einer Vielzahl von internationalen Top-Level-DJs wie Laurent Garnier, John Digweed, Carl Cox, Richie Hawtin, DJ Hell, M.A.N.D.Y., Anja Schneider, Karotte, Matthias Tanzmann, Joris Voorn oder Charles Webster gesichert. Als früherer A&R Manager der Moguai und Phil Fuldner Labels Punx und Polo Records weiß Ante das ein oder andere darüber, was einen Clubhit ausmacht. Potenzial, das sogar eine der wohl renommiertesten Major Companies „Warner Music" sieht und einen Ante Perry Remix für Jennifer Rostocks „Du willst mir an die Wäsche" Pop-Hymne in Auftrag gegeben hat.

Ante TV - Einen eigenen Fernsehkanal betreibt der Spaßvogel vom Dienst (noch) nicht. Trotz allem macht Ante aber nicht nur hinter den Decks, seinen Events und Studio-Equipment eine gute Figur, sondern auch vor der Kamera. Mit Ante TV hat auch er sich dem Video Podcasting verschrieben und unterhält seine Hörerschaft mit seinen selbst gedrehten Road Clips. Als einer der wenigen DJs schafft er es aber auch auf Spielfilmlänge und so glänzt der selbst Fußballbegeisterte in der Rolle des Hauptkommissars Udo Alte in dem ab Mai 2010 laufenden Ruhrpott Blockbuster „Oh Fortuna".

Und der Dortmunder Diskobär hat sich mit seinen Flashing Disco Sounds gerade mal warm gespielt...